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Wertermittlung: Wie viel Haus oder Wohnung wert sind

Viele Eigentümer wissen nicht, was ihre Immobilie wert sein könnte. Vor allem bei einem anstehenden Verkauf sollte ihr Marktwert professionell ermittelt werden. Damit dem Verkäufer kein Geld entgeht. Kostenlose Online-Rechner geben eine grobe Einschätzung. Wenn die Verkaufsabsicht konkreter wird, sollte aber ein Gutachten erstellt werden.

Hierfür wendet man sich am besten an Experten wie qualifizierte Makler oder Gebäudesachverständige. Denn jede Immobilie ist ein Unikat. Ihr Standort, der Zustand, Ausstattung und Sanierungsstaus fließen in die Wertermittlung ein. Schließlich geht es um hohe Vermögenswerte. Drei Kriterien sind dabei wichtig.

 

Erstens die Lage des Gebäudes

Hierbei spielt neben der verkehrlichen Anbindung (Bus, Bahn, Autobahn-Nähe), die Nachbarschaft eine Rolle: ist die Wohnlage ruhig gelegen? Wie gut ist die Versorgung mit Kitas, Schulen und Einkaufsmöglichkeiten etc.?

Bauqualität und regelmäßige Modernisierungen

Ein zweiter wichtiger Faktor ist die Bauqualität, die sich unter anderem aus dem Baujahr ergibt: Bei Häusern aus den 1990er Jahren ist beispielsweise die Gebäudedämmung und der Trittschallschutz besser als bei Immobilien aus den 1970er Jahren. Auch die Frage, ob das Haus unterkellert ist, in massiver Bauweise errichtet wurde oder ein Fertighaus ist, spielt eine Rolle. Ist die Heizung über 30 Jahre alt, sind Fenster und Bäder veraltet, reduziert sich der Marktwert gegenüber einem gepflegteren Objekt, an dem regelmäßig Modernisierungen vorgenommen wurden, um bis zu 20 Prozent.

Drittens fließt die Nachfrage in die Preisfindung ein. Der Boom in vielen Ballungsregionen führt dazu, dass sich die Immobilienpreise in den zurückliegenden zehn Jahren teils um 30 bis 100 Prozent erhöhten. Aber dies ist nicht überall so: In ländlichen Regionen, in wirtschaftlich schwächeren Städten sind die Preise eher stabil geblieben.

Die Kosten für eine detaillierte Expertise belaufen sich auf 1.500 bis 2.500 Euro. Dies ist abhängig von Größe, Zustand und Baujahr des Gebäudes. Eine zehn Jahre alte Eigentumswohnung ist in der Regel einfacher zu taxieren als ein sanierungsbedürftiger Bauernhof aus den 1920er Jahren.