Gerhard Bremerich im Interview

Wieso sind Sie Immobilienmakler geworden?

Ich wollte eigentlich Architekt werden, musste allerdings aus Krankheitsgründen die Betriebe meiner Eltern übernehmen. Schon während wir noch die Schreinerei und das Möbelhaus hatten, habe ich mich nebenbei sehr für das Bauen von Häusern und deren Innengestaltung interessiert.

Ich habe ein generelles Interesse an Immobilien, daher passt der Beruf des Immobilienmaklers perfekt.

Was war Ihr Berufswunsch in Kindertagen?

Wie schon gesagt: Architekt. Ansonsten macht man ja oft das, was einem vorgelebt wird. Meine Eltern waren selbstständig und die Kinder werden stark geprägt durch das Elternhaus.

Welche Tätigkeiten im Maklerberuf machen Ihnen am meisten Spaß?

Ich finde es schön mein Unternehmen weiterzuentwickeln und zu stabilisieren. Ich lebe den Leitsatz "Das Unternehmen ist für die Mitarbeiter da".

Wenn Sie eine Immobilie neu besichtigen, worauf achten Sie zuerst?

Schon beim Aussteigen aus dem Auto überlege ich mir: "Was kann ich aus der Immobilie machen?" Ich bedenke das Dreieck von Haus - Lage - Einrichtung. Ist es beispielsweise ein Einfamilienhaus in gutem Zustand, weiß ich sofort: das kriegen wir vermittelt. Bei manchen Objekten überlege ich auch, ob es nicht vielleicht sinnvoller wäre, diese abreißen zu lassen, um etwas Neues entstehen zu lassen.

Was für eine Wunsch-Immobilie würden Sie gerne mal in Ihr Angebot aufnehmen?

Ich hab schon so viel vermittelt, da gibt es fast nichts, was ich noch nicht kenne. Richtig schön war mal ein Haus auf Teneriffa mit Blick auf den Atlantik - so etwas würde ich gerne nochmal im Angebot haben.

Gibt es eine besondere Geschichte, die Sie als Immobilienmakler erlebt haben und die Ihnen im Gedächtnis geblieben ist?

Es gibt viele schöne Geschichten, spontan fällt mir ein Satz von zwei Verkäufern nach dem Notartermin ein: "Gut, jetzt ist das Haus verkauft, jetzt können wir uns ja endlich scheiden lassen!" - Da musste ich erstmal schmunzeln.

Eine merkwürdige Geschichte war es, als ich voller Stolz einen richtig tollen Hof verkauft hatte zu einem wirklich guten Verkaufspreis. Der Verkäufer hat mir nach meiner Gratulation nicht gedankt, sondern nur ein "hätte auch ne Million mehr sein können" rausgebracht - sowas ist immer etwas schade.

Worauf sollten Kunden bei der Maklerwahl achten?

Ein Makler sollte vor Ort eine Marktdurchdringung haben. Ein Makler aus einem anderen Ort oder einer anderen Region kann schwerlich helfen. Ihm fehlt jegliches Wissen.

Er sollte kompetent sein und vom Kunden akzeptiert werden, denn es geht bei Immobilien um Ihre echten Vermögenswerte.

Was machen Sie gerne in Ihrer Freizeit?

Alles Mögliche - nur nicht makeln. Ich gehe gern aus und schaue mir neue Dinge an. Ich bin oft und gern an der frischen Luft und arbeite viel am und um unser Haus herum.

Was war für Sie persönlich Ihr größter Erfolg?

Bremerich Immobilien prägt schon seit Jahren die Stadt Unna. Mein Opa hatte eine Schreinerei, mein Vater hat ein Möbelhaus erfolgreich geführt. Ich habe mich damals dazu entschlossen die alten Unternehmen zu schließen und mit dem Maklerbüro etwas Neues aufzubauen.

Das ist mir sehr gut gelungen und darauf bin ich stolz. Mein größter Erfolg ist es, dass ich damals den Mut dazu hatte, neue Wege zu beschreiten.

Wie sieht Ihr eigenes Traumhaus aus?

Ich habe mein Traumhaus in einem alten Bauernhof gefunden. Hier möchten wir gerne im Alter unabhängig und in Ruhe leben.

Welchen Einrichtungsstil mögen Sie?

Ich mag es wenn es überwiegend modern ist, aber zwischendurch immer mal ein alter Schrank zu finden ist.

Wie würden Sie den Einzug in ein neues Heim feiern?

Ich würde eine kleine Party mit den engsten Freunden und der Familie veranstalten.

Haben Sie ein Lebensmotto?

Ich wünsche mir Ausgeglichenheit, Zufriedenheit und Gesundheit. Ich möchte gerne ruhig und entspannt leben, Arbeit stört mich überhaupt nicht und stellt keinen Stress dar. Gesund alt werden, wie meine Vorfahren - das wünsche ich mir.